WS 60 Spuren suchen. Warschau und der Raum Lublin heute. Eine Reise zu den Erinnerungsorten an NS-Besatzung, Verfolgung und Shoah – Orte, Zeugnisse, Geschichtspolitik

Datum/Zeit
13.09.2020 - 19.09.2020
Ganztägig

Veranstaltungsort
Verschiedene Orte in Lublin (Polen)


Spuren suchen. Warschau und der Raum Lublin heute. Eine Reise zu den Erinnerungsorten an NS-Besatzung,
Verfolgung und Shoah – Orte, Zeugnisse, Geschichtspolitik (Studienseminar)

Noch vor wenigen Jahren sprachen Historiker*innen und politische Bildner*innen von den „vergessenen Orten“ zur
Erinnerung an den Holocaust, wenn es um die Region um Lublin, unter NS-Besatzung Distrikthauptstadt im sog. „Generalgouvernement“, ging. Hier hatte die SS- und Polizeiführung
den Führungsstab zur Durchführung der „Aktion Reinhardt“ eingerichtet. Eine NS-Tarnbezeichnung für den Mord an Jüdinnen und Juden und Roma in den Vernichtungslagern Sobibór,
Bełżec und Treblinka. Im November 1943 war das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek in einem damaligen Vorort von Lublin schließlich Tatort von Massenerschießungen,
mit denen die „Aktion Reinhardt“ abgeschlossen wurde. Mit Ausgangspunkt Warschau (POLIN-Museum, Ghettospuren und
Erinnerungskultur-Orten) wird sich das Studienseminar auf eine Spurensuche begeben. Es möchte einladen, die Erinnerungsorte
kennenzulernen und sie in ihrer Geschichte und Gegenwart wahrzunehmen, als Teil einer geschichtspolitischen Erinnerungslandschaft oder als Orte des Gedenkens.

Leitung: Dr. Bernhard Schoßig und Renate Kern

 

WS 60
13. bis 19.
September 2020 in Warschau und Lublin (Polen)
Teilnahmebeitrag:
545,- € bei Übernachtung im Doppelzimmer
(EZ: 675,- €),
Halbpension, alle
Transfers vor Ort, Programmkosten; Anreise
auf eigene Kosten


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